Wasserspender für Gastronomie und Kantine

Redaktion Wasserspenderratgeber Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: ca. 3 Min.

Illustration: Edelstahl-Wasserspender an einer Kantinentheke füllt eine Glaskaraffe, daneben bereitstehende Tabletts und GläserKI-generiertes Symbolbild

In Gastronomie und Kantine kommen leitungsgebundene Wasserspender mit hoher Leistung zum Einsatz; kommunale Anbieter führen Geräte mit 80 bis 90 Litern Kühlleistung pro Stunde ausdrücklich für Kantinen [1]. Für das Befüllen von Karaffen und Flaschen gibt es eigene Zapfstellen [2]. Wer Wasser an Gäste abgibt, ist nach Lebensmittelrecht für dessen Qualität verantwortlich [3].

Inhalt
  1. Anforderungen in Gastronomie und Kantine
  2. Lebensmittelrecht und Hygiene
  3. Kosten

Anforderungen in Gastronomie und Kantine

In Restaurants, Kantinen und Mensen wird viel Wasser in kurzer Zeit gezapft, oft zur Mittagszeit. Gefragt sind deshalb Geräte mit hoher Kühlleistung, mehreren Wassersorten und einer Zapfstelle, an der Karaffen und Flaschen schnell gefüllt werden können. HAMBURG WASSER empfiehlt seine leistungsstärksten Geräte mit 80 bis 90 Litern Kühlleistung pro Stunde ausdrücklich für Schulen, Kantinen und Gewerbe [1]. BRITA bietet eine eigene Zapfstelle zur Flaschenbefüllung an, die der Hersteller für die Gastronomie empfiehlt [2].

Geräteklassen nach Kühlleistung (Produktblatt eines kommunalen Anbieters)
KlasseKühlleistungEinsatz in der Gastronomie
Vieltrinker30 bis 60 Liter pro StundeCafé, kleines Restaurant, Teeküche des Personals
Leistungsstark80 bis 90 Liter pro StundeKantine, Mensa, großes Restaurant
Kühlleistung der beiden Geräteklassen (Liter pro Stunde (obere Grenze der Spanne))
  1. Vieltrinker (Café, kleines Restaurant)30 bis 60 [1]
  2. Leistungsstark (Kantine, Mensa)80 bis 90 [1]

Werte aus dem Produktblatt von HAMBURG WASSER [1]; die stärkste Klasse wird ausdrücklich für Kantinen empfohlen.

Lebensmittelrecht und Hygiene

Wasser aus Wasserspendern ist ein Lebensmittel. Die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen weist darauf hin, dass die Abgabe lebensmittelrechtlichen Vorschriften unterliegt und wer Wasser an Verbraucher abgibt, als Lebensmittelunternehmer für dessen gesundheitliche Unbedenklichkeit verantwortlich ist [3]. In der Gastronomie gehört der Spender deshalb in das bestehende Hygienekonzept.

Ein Gesundheitsamt empfiehlt für leitungsgebundene Spender einen Systemtrenner nach DIN EN 1717, eine jährliche Inspektion, eine Reinigung mit Desinfektion alle drei bis sechs Monate, die tägliche Reinigung von Gehäuse, Auslauf und Tropfschale sowie mikrobiologische Untersuchungen nach der Inbetriebnahme und danach mindestens jährlich [4]. Das Wasser in der Anschlussleitung sollte auch bei Betriebsruhe mindestens alle 72 Stunden ausgetauscht werden [4].

Hygieneroutine für den Spender in Restaurant und Kantine

  1. Beim Anschluss

    Systemtrenner nach DIN EN 1717 zwischen Hausinstallation und Gerät einbauen lassen [4].

  2. Täglich im Service

    Gehäuse und Auslauf wischen, Tropfschale leeren und reinigen [4].

  3. Nach Ruhetagen und Betriebsferien

    Das Wasser in der Anschlussleitung spätestens alle 72 Stunden vollständig austauschen [4].

  4. Alle drei bis sechs Monate

    Reinigung mit Desinfektion durch eingewiesenes Personal oder den Anbieter [4].

  5. Jährlich

    Inspektion des Geräts und mikrobiologische Untersuchung, erstmals nach der Inbetriebnahme [4].

  6. Im Hygienekonzept festhalten

    Wartung, Filterwechsel und Untersuchungen dokumentieren, weil der Betrieb als Lebensmittelunternehmer für das Wasser verantwortlich ist [3].

  • Spender in das Hygienekonzept des Betriebs aufnehmen
  • Kühlleistung für Stoßzeiten ausreichend wählen
  • Zapfstelle für Karaffen und Flaschen
  • Tägliche Reinigung von Auslauf und Tropfschale
  • Spülung nach Ruhetagen und Betriebsferien
  • Wartung, Filterwechsel und Wasseruntersuchungen dokumentieren

Kosten

Die Berliner Wasserbetriebe vermieten leitungsgebundene Geräte für 89 bis 199 € netto im Monat; große Untertisch- und Standgeräte liegen bei 159 bis 199 € netto im Monat oder 4.499 bis 5.999 € netto zum Kauf. In der Miete sind halbjährliche Wartung und eine CO2-Flasche enthalten, weitere CO2-Flaschen kosten 89 bis 94 € netto mit Wechsel [5]. Das Leitungswasser selbst kostet rund 0,3 Cent pro Liter [6].

Für Betriebe, die Tafelwasser in größeren Mengen selbst herstellen und ausschenken, gibt es eigene Anlagen; mehr dazu im Beitrag Tafelwasseranlage und Zapfanlage. Einen Überblick über leistungsstarke Geräte gibt der Beitrag Professionelle Wasserspender-Systeme, Grundlagen zum Anschluss der Ratgeber Wasserspender mit Festwasseranschluss.

Anbieter leitungsgebundener Wasserspender · Angaben laut Anbieter-Website, zuletzt geprüft am jeweils angegebenen Datum
AnbieterSystemeGebietGeprüft
Culligan Deutschland
Website
GalloneFestwasserSprudelHeißwasser bundesweit 10/2026
aboutwater
Website
GalloneFestwasser München 10/2026
Aquatechnik-Röhl (aquaspender.de)
Website
Festwasser Stuttgart 10/2026
BarockQuelle (BQ Dresden GmbH)
Website
Gallone Dresden, Leipzig, Berlin 10/2026
Berliner Wasserbetriebe
Website
FestwasserSprudelHeißwasser Berlin 10/2026
Bosta Kaffee
Website
Sprudel Nürnberg, Fürth, Erlangen 10/2026
bottlewater.de (Getränke Hax)
Website
Gallone Essen, Düsseldorf, Duisburg, Bochum 10/2026
Crystal Waters
Website
GalloneFestwasserSprudelHeißwasser Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Essen, Dortmund, Duisburg, Bochum, Bonn, Wuppertal 10/2026
Glimmer Aqua Nürnberg
Website
Gallone Nürnberg 10/2026
HAMBURG WASSER
Website
FestwasserSprudel Hamburg 10/2026
Jakob Wassertechnik
Website
Festwasser Augsburg, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart 10/2026
Kaffee-Service Frankfurt (Firma Bondi)
Website
SprudelHeißwasser Frankfurt 10/2026
Mutto Quellwasser
Website
Gallone Hamburg 10/2026
SWM Services (M-Wasserbar)
Website
FestwasserSprudel München 10/2026
thisWater Hansequelle
Website
Hamburg 10/2026

Häufige Fragen

Welcher Wasserspender eignet sich für eine Kantine?

Ein leitungsgebundenes Gerät mit hoher Kühlleistung; HAMBURG WASSER empfiehlt für Kantinen Geräte mit 80 bis 90 Litern pro Stunde [1].

Gelten für Wasserspender in der Gastronomie besondere Regeln?

Ja. Die Abgabe unterliegt lebensmittelrechtlichen Vorschriften, der Betrieb ist für die Qualität des Wassers verantwortlich [3].

Was kostet ein großer Wasserspender?

Bei den Berliner Wasserbetrieben 159 bis 199 € netto im Monat zur Miete oder 4.499 bis 5.999 € netto zum Kauf für große Geräte [5].

Wie oft muss das Gerät gewartet werden?

Ein Gesundheitsamt empfiehlt eine jährliche Inspektion und alle drei bis sechs Monate eine Reinigung mit Desinfektion [4].

Redaktion Wasserspenderratgeber

Redaktionell geprüft. Wir recherchieren Preise und Anbieterangaben aus öffentlich zugänglichen Quellen und aktualisieren sie regelmäßig. Unsere Methodik

Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert:

Quellen

  1. HAMBURG WASSER: Produktblatt Trinkwasserspender (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 17.10.2026)
  2. BRITA: Wasserspender für Unternehmen (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 17.10.2026)
  3. Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen: Hinweise zum hygienischen Umgang mit Wasserspendern (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 17.10.2026)
  4. Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gesundheitsamt: Wasser- und Getränkespender – Hygienischer Betrieb (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 17.10.2026)
  5. Berliner Wasserbetriebe: Preisübersicht Wasserspender (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 17.10.2026)
  6. Bosta Kaffee: Wasserspender Kosten – Mieten vs. Leasen vs. Kaufen (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 17.10.2026)
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