Wasserspender mieten oder kaufen: was lohnt sich wirklich?

Redaktion Wasserspenderratgeber Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: ca. 3 Min.

Illustration: Kostenverlauf von Miete und Kauf eines WasserspendersKI-generiertes Symbolbild

Ob Sie einen Wasserspender mieten oder kaufen sollten, entscheidet die Laufzeit. Mit den Preisen eines kommunalen Anbieters kostet ein leitungsgebundenes Gerät über 48 Monate zur Miete 4.272 € netto, als Kauf mit Inbetriebnahme und halbjährlicher Wartung 4.950 € netto [1]. Die Miete war in diesem Beispiel also günstiger. Mit dem Rechner prüfen Sie Ihr eigenes Angebot.

Mieten oder kaufen: Gesamtkosten vergleichen

Das Ergebnis erscheint hier nach dem Vergleichen: Gesamtkosten für 12, 24, 36 und 60 Monate, Amortisationspunkt und Empfehlung.

So funktioniert der Rechner

Der Rechner vergleicht die Gesamtkosten beider Wege über 12, 24, 36 und 60 Monate sowie über die Laufzeit, die Sie eingeben. Für die Miete multipliziert er die Monatsrate mit der Zahl der Monate. Für den Kauf addiert er den Gerätepreis und die laufenden Kosten für Wartung und Filter, die Sie pro Jahr angeben. Aus beiden Kurven ermittelt er den Monat, ab dem der Kauf günstiger wird, oder zeigt an, dass das innerhalb von 60 Monaten nicht passiert.

Tragen Sie am besten die Zahlen aus zwei echten Angeboten ein. Achten Sie darauf, dass beide Werte gleich behandelt werden, also entweder beide netto oder beide brutto. Bei Unternehmen ist der Vergleich netto üblich.

Rechenbeispiel mit echten Preisen

Die Berliner Wasserbetriebe veröffentlichen ihre Preise für leitungsgebundene Wasserspender. Für das Auftischgerät E4 nennen sie eine Monatsmiete von 89 € bei 48 Monaten oder 94 € bei 36 Monaten, jeweils netto. Darin sind Lieferung, Aufstellung, Inbetriebnahme, die halbjährliche Wartung mit Desinfektion und eine CO2-Flasche enthalten. Wer dasselbe Gerät kauft, zahlt 2.449 € netto, dazu 349 € für die Inbetriebnahme und 269 € für jede halbjährliche Wartung [1].

Gerät E4 der Berliner Wasserbetriebe, alle Werte netto, ohne Filter und CO2 beim Kauf
LaufzeitMiete gesamtKauf gesamt (Gerät, Inbetriebnahme, Wartung)Günstiger
36 Monate3.384 € (94 € × 36)4.412 € (2.449 € + 349 € + 6 × 269 €)Miete
48 Monate4.272 € (89 € × 48)4.950 € (2.449 € + 349 € + 8 × 269 €)Miete

In diesem Beispiel bleibt die Miete über die gesamte Vertragslaufzeit günstiger, weil die Wartung beim Kauf einzeln bezahlt wird. Dazu kommt: Beim Kauf sind Filterwechsel und CO2-Flaschen nicht in den Wartungspreisen enthalten, die Mietrate deckt dagegen eine CO2-Flasche ab [1]. Die Rechnung kann bei anderen Anbietern anders ausfallen, etwa wenn ein günstiges Gerät ohne Wartungsvertrag betrieben wird. Darauf sollten Unternehmen aber aus Hygienegründen nicht verzichten, die Berliner Wasserbetriebe empfehlen beim Kauf ausdrücklich einen Wartungsvertrag [1].

Wann sich der Kauf trotzdem lohnen kann

Trotzdem kann sich der Kauf lohnen, und zwar umso eher, je länger Sie das Gerät nutzen und je günstiger die Wartung ist. Ein regionaler Anbieter beziffert die laufenden Kosten für Filterwechsel, UV-Lampe und Hygieneservice ohne Vertrag auf 210 bis 380 € im Jahr [2]. Liegt Ihr Angebot in diesem Bereich und nutzen Sie das Gerät deutlich länger als vier Jahre, kann sich der Kauf rechnen. Prüfen Sie dann auch, was nach Ablauf eines Mietvertrags passiert: ob die Rate sinkt, das Gerät getauscht wird oder der Vertrag automatisch weiterläuft.

  • Kauf eher sinnvoll: lange Nutzung, günstiger Wartungsvertrag, eigene Haustechnik im Haus
  • Miete eher sinnvoll: planbare Kosten, Service aus einer Hand, unsicherer Standort oder befristete Mietfläche
  • In beiden Fällen: Wartung und Hygiene vertraglich regeln

Methodik und Grenzen des Rechners

Der Rechner rechnet ohne Zinsen, Abschreibung und Steuereffekte und ohne Restwert des gekauften Geräts. Er geht davon aus, dass Wartung und Filter gleichmäßig über das Jahr anfallen. Wasser, Strom und CO2 berücksichtigt er nicht, weil diese Kosten bei Miete und Kauf meist gleich hoch sind. Das Ergebnis ist deshalb eine Orientierung für die Entscheidung, kein Ersatz für ein Angebot oder eine steuerliche Beratung. Alle Kostenpunkte im Überblick finden Sie im Ratgeber Was kostet ein Wasserspender?.

Wenn Sie zusätzlich wissen möchten, welches System und welche Gerätegröße zu Ihrem Verbrauch passen, nutzen Sie den Wasserspender-Kostenrechner. Einen Überblick über Mietmodelle, Laufzeiten und Vertragsfallen gibt der Ratgeber Wasserspender mieten.

Häufige Fragen

Ist es günstiger, einen Wasserspender zu mieten oder zu kaufen?

Das hängt vom Angebot und der Nutzungsdauer ab. Im Beispiel mit den Preisen der Berliner Wasserbetriebe war die Miete über 36 und 48 Monate günstiger als der Kauf mit Wartung [1].

Was ist in der Miete meistens enthalten?

In der Regel Lieferung, Aufstellung, Inbetriebnahme und die regelmäßige Wartung. Bei den Berliner Wasserbetrieben gehört auch eine CO2-Flasche dazu [1]. Fragen Sie bei jedem Angebot nach Filterwechsel und Reparaturen.

Was kostet die Wartung eines gekauften Wasserspenders?

Die Berliner Wasserbetriebe berechnen 269 € netto je halbjährlicher Wartung [1]. Ein regionaler Anbieter nennt für Filter, UV-Lampe und Hygieneservice ohne Vertrag 210 bis 380 € im Jahr [2].

Rechnet der Rechner mit netto oder brutto?

Mit den Werten, die Sie eingeben. Geben Sie Miete und Kaufpreis einheitlich an, für Unternehmen üblicherweise netto.

Redaktion Wasserspenderratgeber

Redaktionell geprüft. Wir recherchieren Preise und Anbieterangaben aus öffentlich zugänglichen Quellen und aktualisieren sie regelmäßig. Unsere Methodik

Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert:

Quellen

  1. Berliner Wasserbetriebe: Preisübersicht Wasserspender (abgerufen am 17.10.2026)
  2. Bosta Kaffee: Wasserspender Kosten – Mieten vs. Leasen vs. Kaufen (abgerufen am 17.10.2026)