Wasserspender mit Kohlensäure: Modelle, Kosten, CO2

Redaktion Wasserspenderratgeber Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: ca. 4 Min.

Illustration: Sprudelwasser aus einem Küchen-WasserspenderKI-generiertes Symbolbild

Ein Wasserspender mit Kohlensäure versetzt Leitungs- oder Gallonenwasser mit CO2 aus einer Druckgasflasche. Für zu Hause reicht die Spanne vom Wassersprudler ab 60 € [6] bis zum Küchensystem mit Kühlung für rund 2.850 € [4]. Ein CO2-Zylinder für den Haushalt liefert etwa 60 Liter Sprudelwasser [3], im Büro kosten große CO2-Flaschen 89 bis 94 € netto mit Wechsel [1].

60–219 €Wassersprudler im Test der Stiftung Warentest
~60 lSprudelwasser je Standard-CO2-Zylinder
15–25 €je CO2-Kartusche für den Haushalt
89–94 €gewerbliche CO2-Flasche mit Wechsel, netto
Inhalt
  1. So kommt die Kohlensäure ins Wasser
  2. Die Systeme im Überblick
  3. Was die Kohlensäure kostet
  4. Kühlung, Strom und Einbau
  5. Für wen sich welches System eignet

So kommt die Kohlensäure ins Wasser

Ein Wasserspender mit Kohlensäure leitet das Wasser durch einen Karbonator, in dem es unter Druck mit CO2 aus einer Gasflasche versetzt wird. Je nach Gerät stellen Sie den Gehalt in Stufen ein, etwa still, medium und sprudelnd [4], oder individuell, wie es HAMBURG WASSER für seine Büro-Geräte beschreibt [7]. Weil gekühltes Wasser die Kohlensäure besser bindet, kühlen die meisten Geräte das Wasser vorher.

Kohlensäure gibt es bei allen Gerätetypen: bei leitungsgebundenen Geräten im Büro, bei Küchensystemen mit eigener Zapfstelle und bei Gallonengeräten mit eingebautem CO2-Zylinder. Die einfachste Variante für zu Hause ist der Wassersprudler, der streng genommen kein Wasserspender ist, aber denselben Zweck erfüllt. Einen Vergleich beider Wege bietet der Beitrag Wasserspender oder Wassersprudler.

Die Systeme im Überblick

Systeme für Sprudelwasser mit Beispielen und Preisen laut Hersteller oder Test
SystemBeispielPreisBesonderheit
Wassersprudlersieben Modelle im Test der Stiftung Warentest60 bis 219 € [6]ohne Strom und Kühlung, Flasche wird gesprudelt
Küchenarmatur mit KühlerGROHE Blue Home Starter Kit2.849,28 € unverbindliche Preisempfehlung [4]still, medium, sprudelnd; Kühler mit 3 Litern pro Stunde [5]
Reservoir unter der SpüleQuooker CUBElaut KonfiguratorStandardzylinder für bis zu 60 Liter, 3-kg-Zylinder bis 420 Liter [3]
Leitungsgebundener Bürospenderkommunale AnbieterMiete 89 bis 199 € netto im Monat [1]eine CO2-Flasche in der Miete enthalten [1]

Für Büros sind leitungsgebundene Geräte mit Sprudelfunktion die Regel. Die Details dazu stehen in den Beiträgen Wasserspender mit Kohlensäure fürs Büro und Festwasseranschluss mit Kohlensäure. Wer das Gerät nicht kaufen möchte, findet Mietmodelle im Ratgeber Sprudel-Wasserspender mieten.

Was die Kohlensäure kostet

Neben dem Gerät bestimmt das CO2 die laufenden Kosten. Quooker verkauft vier Standardzylinder für 60 € inklusive Umsatzsteuer, jeder reicht für etwa 60 Liter Sprudelwasser. Zwei 3-kg-Zylinder kosten 190 € und liefern je bis zu 420 Liter [3]. Rechnerisch sind das etwa 25 Cent pro Liter mit Standardzylindern und rund 23 Cent mit den großen Zylindern. Ein regionaler Anbieter nennt allgemein 15 bis 25 € je Kartusche, die je nach Sprudelintensität für 60 bis 100 Liter reicht [2], also etwa 15 bis 42 Cent pro Liter.

Im Büro arbeiten Geräte mit größeren Flaschen. Die Berliner Wasserbetriebe berechnen für eine CO2-Flasche mit 2, 6 oder 10 kg 89 bis 94 € netto inklusive Anfahrt und Wechsel, in der Monatsmiete ist eine Flasche enthalten [1]. Bei den Stadtwerken München stellt der Kunde die CO2-Flasche selbst, und die Wartung umfasst eine Prüfung der CO2-Leitungen [9]. Alles zu Größen, Anschlüssen und Tausch steht im Ratgeber CO2-Zylinder für Wasserspender.

  • Fragen Sie, welche Zylinder passen: Manche Systeme arbeiten nur mit Zylindern des Herstellers.
  • Prüfen Sie Rückgabe und Pfand leerer Zylinder; bei Quooker ist die Rücksendung kostenlos, nicht zurückgegebene Zylinder kosten 40 € [3].
  • Rechnen Sie mit Ihrem echten Verbrauch: Wer viel sprudelt, braucht häufiger einen neuen Zylinder.

Kühlung, Strom und Einbau

Systeme mit Kühlung brauchen Strom und Platz. Der Kühler von GROHE Blue Home hat eine Leistung von 180 Watt, ist im Standby 44 dB(A) laut und braucht Lüftungsöffnungen im Boden des Küchenschranks [5]. Der Quooker CUBE benötigt einen eigenen 230-V-Anschluss mit 100 Watt [3]. Planen Sie solche Geräte deshalb am besten mit der Küche oder lassen Sie vorher prüfen, ob Unterschrank und Steckdosen ausreichen.

Für Räume mit CO2-Druckgasflaschen können zusätzliche Anforderungen gelten, etwa an die Belüftung. Ein Gesundheitsamt verweist dafür auf die DGUV-Regel 110-007 [8]. Im Haushalt mit kleinen Zylindern spielt das kaum eine Rolle, im Büro mit großen Flaschen sollte es der Anbieter bei der Installation prüfen.

Für wen sich welches System eignet

Wer nur gelegentlich Sprudelwasser trinkt, ist mit einem Wassersprudler am günstigsten bedient. Konkrete Modelle vergleicht der Beitrag Wasserspender im Vergleich. Wer täglich gekühltes Sprudelwasser möchte und die Küche plant oder renoviert, findet in Küchensystemen mit Kühler die komfortabelste, aber auch teuerste Lösung. Für Familien mit Kühlschrankplatz kann auch eine Kombination aus Wasserfilter und Sprudler reichen. Welche Lösungen es für den Haushalt gibt, beschreibt der Beitrag Sprudel-Wasserspender für zu Hause, Geräte mit Kühlung und Heißwasser zeigt der Ratgeber Wasserspender mit Kohlensäure, Kühlung und Heißwasser.

Im Büro lohnt sich ein leitungsgebundenes Gerät mit Sprudelfunktion vor allem bei vielen Nutzern. Den Bedarf und die Kostenspanne für Ihr Team berechnet der Rechner.

Kurz-Check: Welches System passt?

Festwasseranschluss vorhanden?
Ergebnis mit Methodik auf der Rechner-Seite

Häufige Fragen

Wie lange reicht ein CO2-Zylinder?

Ein Standardzylinder für Küchensysteme reicht laut Quooker für etwa 60 Liter Sprudelwasser, ein 3-kg-Zylinder für bis zu 420 Liter [3]. Ein regionaler Anbieter nennt allgemein 60 bis 100 Liter je Kartusche [2].

Was kostet Sprudelwasser aus dem Wasserspender pro Liter?

Für die Kohlensäure rechnerisch etwa 15 bis 42 Cent pro Liter, je nach Kartuschenpreis und Reichweite [2] [3]. Dazu kommt das Leitungswasser, das nur rund 0,3 Cent pro Liter kostet [2].

Was kostet ein Wasserspender mit Kohlensäure für zu Hause?

Wassersprudler kosten im Test der Stiftung Warentest 60 bis 219 € [6]. Ein Küchensystem mit Kühlung wie das GROHE Blue Home Starter Kit hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.849,28 € [4].

Passen Zylinder anderer Marken?

Nicht immer. Viele Küchensysteme arbeiten nur mit Zylindern des Herstellers. Fragen Sie vor dem Kauf nach Anschluss und Bezugsquelle.

Ist ein Wasserspender mit Kohlensäure im Büro teurer?

Etwas, wegen des CO2. Bei den Berliner Wasserbetrieben ist eine CO2-Flasche in der Miete enthalten, jede weitere kostet 89 bis 94 € netto mit Wechsel [1].

Braucht ein Sprudel-Wasserspender Strom?

Geräte mit Kühlung ja. Der GROHE Blue Home Kühler hat 180 Watt [5], der Quooker CUBE braucht einen 230-V-Anschluss mit 100 Watt [3]. Wassersprudler arbeiten ohne Strom.

Redaktion Wasserspenderratgeber

Redaktionell geprüft. Wir recherchieren Preise und Anbieterangaben aus öffentlich zugänglichen Quellen und aktualisieren sie regelmäßig. Unsere Methodik

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Quellen

  1. Berliner Wasserbetriebe: Preisübersicht Wasserspender (abgerufen am 17.10.2026)
  2. Bosta Kaffee: Wasserspender Kosten – Mieten vs. Leasen vs. Kaufen (abgerufen am 17.10.2026)
  3. Quooker: Das CUBE-System (abgerufen am 18.10.2026)
  4. GROHE: GROHE Blue Home L-Auslauf Starter Kit (31454001) (abgerufen am 18.10.2026)
  5. GROHE: GROHE Blue Home Kühler (40711001) (abgerufen am 18.10.2026)
  6. Stiftung Warentest: Wassersprudler im Test (abgerufen am 17.10.2026)
  7. HAMBURG WASSER: Produktblatt Trinkwasserspender (abgerufen am 17.10.2026)
  8. Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gesundheitsamt: Wasser- und Getränkespender – Hygienischer Betrieb (abgerufen am 17.10.2026)
  9. Stadtwerke München: M-Wasserbar für Geschäftskunden (abgerufen am 17.10.2026)